Aufruf zum Tankboykott gelöscht

Verschiedenen Meldungen zufolge wurde der Aufruf zum Tankboykott „Am 01.03.12 in ganz Deutschland nicht Tanken!!!!!!“   bei Facebook gelöscht. Bereits 1,3 Millionen Personen sind dem Aufruf zum Boykott gefolgt und wollen am 01.03.2012 nicht tanken. Ursache sind die hohen Preise an den Zapfsäulen. Über den Sinn dieser Aktion kann man streiten, doch ist sie allemal ein symbolischer Akt.

Wie nun mehrere Seiten berichten, ist dieser Aufruf nun gelöscht, er existiert nicht mehr. Der Initiator Andy A. wird kritisiert, weil er sich nicht politisch korrekt verhält. Die sogenannten „Qualitätsmedien“ treiben Hetze gegen ihn und er muss sich rechtfertigen, warum er die NPD und Hitlers „Mein Kampf“ auf seiner Facebook-Seite gelistet hat.

Auch die Gutmenschen-Seite „Netz gegen Nazis“ schlägt auf den Initiator mit der rechtsextremen Keule ein und sieht in dem Tankboykott nichts anderes als versteckte rechte Propaganda, auch der Kopp-Verlag wird kritisiert.

Auf der mittlerweile gelöschten Seite soll folgende Nachricht gewesen sein:

Ich habe heute die Veranstaltung „Am 01.03.12 in ganz Deutschland nicht Tanken!!!!!!“ beim Stand von 1.335.891 Teilnehmern abgemeldet. Nicht weil ich die Veranstaltung für falsch hielt, sondern es heute zu einen Übergriff auf mein Eigentum kam. Dies sehe ich als Vorstufe zu einen Angriff auf mich selbst, welchen ich vermeiden will!
Hierfür mache ich die Medien, allen voran Morgen Horst, n-tv und Stern verantwortlich, die voreilig falsch über mich berichteten.
Ich bedanke mich bei allen die mir beigestanden haben und bitte darum, mich in Ruhe zulassen.

Fazit: ein Tankboykott ist eine gute Idee, ein einziger Tag reicht aber bei weitem nicht aus. Die Ölmafia und die Politik lassen sich dadurch nicht beeindrucken. Die meisten Menschen sind im System gefangen und werden früher oder später doch tanken müssen. Besser wäre es, einen ganzen Monat einen bestimmten Konzern zu boykottieren.

Bezüglich der Facebook-Seite: es ist schon amüsant dass Personen nach ihren Interessen beurteilt werden. Warum darf man Hitlers „Mein Kampf“ nicht mögen? Ohne Zweifel waren die Nazis ein Kapitel für sich, doch selbst in Indien werden Ausgaben von „Mein Kampf“ frei verkauft ohne irgendwelche Probleme zu verursachen.

Quelle:

http://www.main-netz.de/nachrichten/vermischtes/dpa/vermischtes/art7123,2007182

Hitler’s „Mein Kampf“ ist sehr beliebt bei indischen BWL-Studenten:

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/india/5182107/Indian-business-students-snap-up-copies-of-Mein-Kampf.html

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Stuttgart 21 – Bäume werden gefällt

Seit mehreren Tagen werden nun teilweise über 200 Jahre alte Bäume gefällt, damit das Projekt Stuttgart 21 beginnen kann. Die Proteste der Gegner wurden fast komplett ignoriert und auch Kretschmann hat das Volk dreist belogen. So wie es nun aussieht, wird das Projekt tatsächlich umgesetzt werden.

Hier sehen wir, wie Arbeiter einen antidemokratischen Abwehrzaun errichten um potentielle Gegner vom Gelände fernzuhalten. Eigentlich ist der Steuerzahler der Staat, aber das scheint niemandem zu interessieren. Die ganzen Proteste, die über Monate stattgefunden haben, waren letzendlich erfolglos. Die Baumfällung konnte nicht verhindert werden. Nun werden über hundert Jahre alte Bäume für einen teuren, hässlichen Bahnhof gefällt. Im Krieg hatte man diese Bäume bewusst verschont, obwohl die Bevölkerung damals gelitten hat. Natürlich ist das alles nur im Interesse des Bürgers, und die Gegner sind doch nur eine kleine Minderheit, die man ignorieren kann. Einen solchen Eindruck vermitteln uns jedenfalls die Massenmedien, die den Auftrag haben, den Bürger ruhig zu halten.

Mittlerweile sind mehrere Bäume gefällt und der Park ist nicht mehr wiederzuerkennen. Es ist ein totales Schlachtfeld. Was lernen wir daraus? Die Parkschützer haben nicht gelernt, wie man solche Bäume vor der Staatsmacht beschützt. Wer glaubt mit Schildern, lauten Parolen, Gitarre spielen und Sitzblockaden ein Großprojekt stoppen zu können, der irrt sich gewaltig. Proteste dieser Art werden ignoriert und belächelt. Diese Art von Protest funktioniert nicht, denn früher oder später kommen die Faschisten in Uniform, die die Protestler entfernen, damit das Projekt beginnen kann.

Was die Elite braucht, ist ein Denkzettel. Man hätte die Baumaschinen sabotieren müssen, erst dann würde das Dreckspack da oben vielleicht nachdenklich werden. So aber kann kein Protest funktionieren. Niemals.

Der zivile Ungehorsam könnte das Problem lösen und die Bevölkerung wird vielleicht endlich ernst genommen. Laut Theodor Ebert gliedert sich der Widerstand in drei Stufen:

  • Stufe 1: Protest in Form von Mahnwachen und Demonstrationen.
  • Stufe 2: legale Nichtzusammenarbeit durch Gründung von Gruppen die ein bestimmtes Ziel mit rechtlichen Mitteln verhindern wollen
  • Stufe 3: Ziviler Ungehorsam, es werden Steuerzahlungen verweigert, Gelände besetzt und eine eigene Rechtssprechung errichtet

Gemäß dieser drei Stufen wäre es erforderlich gewesen, das Gelände zu besetzen oder gegebenfalls zu stürmen um es dann zu besetzen. Diese Art von Protest hat aber nicht stattgefunden, obwohl Stufe 1 und Stufe 2 erfolglos waren. Offenbar haben sich die Parkschützer damit abgefunden, dass der Park nicht mehr zu retten ist. Selbstverständlich ist der zivile Ungehorsam gegenüber Menschen gewaltfrei, er sieht aber durchaus vor, dass materielle Objekte sabotiert oder zerstört werden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Demnach wäre es legitim gewesen, die Baumaschinen zu sabotieren, damit das Projekt gestoppt werden kann. Dass dabei kein Mensch gefährdet oder verletzt werden darf, versteht sich von selbst.

Man sollte zukünftige Proteste überdenken. Die Elite braucht einen deutliches Zeichen, sodass der Wille des Volkes nicht länger ignoriert wird. Wir sollen nur brav Steuern (Schutzgelderpressung!) zahlen und brav konsumieren, unseren Willen ignoriert man aber.

Weblinks

Ziviler Ungehorsam bei Wikipedia