Unverschämtheit: Manager bekommen zu viel Geld!


Im allgemeinen ist der Ackergaul von der teutschen Bank als besonders gieriger Vorstand bekannt. Doch es gibt jemandem, der selbst den Ackergaul übertrifft: Winterkorn vom Wolfsburger Autobauer. Mit einem „Gehalt“ von 17,5 Millionen Euro treibt er es auf die Spitze, es ist eine Unverschämtheit und zeigt den Zerfall der Gesellschaft. Zwischen verdienen und bekommen besteht doch ein großer Unterschied.

Was ist an diesem Mann so wertvoll? Wieso kann ein einzelner Mensch 17,5 Millionen Euro im Jahr bekommen? Lohnt sich Arbeit überhaupt noch?

Tatsache ist, dass ein solcher Vorstand keine Verantwortung hat, auch wenn es in den Medien und von den Vorständern immer wieder betont wird. Ein Arzt hat mehr Verantwortung als jeder Vorstand auf der Erde. Ein Arzt muss richtig entscheiden können und eine falsche Entscheidung kann einen Menschen töten. Ein Vorstand hat eine solche Verantwortung nicht, denn er muss nur mit wirtschaftlichen Zahlen herumspielen. Das kann jeder, dafür braucht man kein Talent. Jede Hausfrau wäre in der Lage ein Unternehmen zu managen, doch solche Vorstände halten sich offenbar für etwas ganz besonderes.

Was die wenigsten Vorstände wissen: der „einfache“ Arbeiter hält das Unternehmen am Leben, nicht der Vorstand.

Dass dieser Mann 17,5 Millonen Euro im Jahr bekommt und nicht verdient(!) zeigt, dass er kein Bewusstsein für Moral hat. Er ist ein Schmarotzer, der sich auf Kosten des einfachen Arbeiters bereichert, auch wenn es diesesmal eine Prämie für die meisten Arbeiter in Höhe von 7500 Euro gibt. Doch die Leiharbeiter bekommen nichts und werden wie eine Zitrone ausgepresst. Das nennt man Wirtschaft. Zudem bereichert sich der Vorstand des Wolfsburger Unternehmens auf Kosten des Kunden: die „Produkte“ aus Wolfsburg sind in den USA, Tunesien, Algerien, Taiwan und China bis zu 30% günstiger zu bekommen. Der Deutsche ist eben immer der Dumme und zahlt den Aufschlag brav.

Lohnt sich Arbeit noch? Fakt ist, die meisten Menschen der Gesellschaft sind Sklaven, die für einen Hungerlohn arbeiten und niemals nach oben kommen werden. Es ist vom System so beabsichtigt.

Rechenbeispiel:

Ausgelernter Bürokaufmann

Lohnsteuerklasse: 1
Kirchensteuer: ja
Bundesland: Baden Württemberg
Krankenkasse: gesetzlich
Kassensatz: allgemein
Rentenversicherung: ja
keine Kinder

Bruttogehalt: 1825 € / Monat = 21.900 Euro brutto im Jahr
Nettogehalt: 1237,29 € / Monat = 14847,48 netto im Jahr

Zum Vergleich: Winterkorn bekommt das 799- fache (brutto) im Jahr!

Wir sind noch nicht fertig mit unserer Rechnung:

Nettobetrag:             1237,29 Euro
– Mietkosten:             – 490,00 Euro
– Zusatzkosten:            –  80,00 Euro
– Lebensunterhalt:        – 200,00 Euro
– Kosten für KFZ:        – 300,00 Euro

= Rest für private Zwecke:     167,29 Euro

Im Monat hat man also einen Betrag von 167,29 Euro übrig. Fazit: Arbeit lohnt sich nicht mehr! Die meisten Menschen arbeiten nur um zu überleben. Für die wichtigen Dinge im Leben bleibt nichts mehr übrig.

An diesem Beispiel kann man sehr gut erkennen, warum die DAX-Vorstände zum Abschaum der Gesellschaft zählen.

Anbei eine Grafik, um diesen Unterschied zu verdeutlichen:

Jahresgehälter in brutto

Dieses Digramm verdeutlicht den krassen Unterschied in der Bezahlung. Eigentlich lohnt sich Arbeit überhaupt nicht mehr, denn die Armen werden ärmer und die Reichen reicher. Zu behaupten, dass nur die Manager und Politiker Abschaum sind ist falsch. Auch Sportler und Schauspieler (allgemein als Promis bekannt) sind Dreck. Was fällt beim Betrachten dieser Grafik auf? Die Menschen, die unsere Gesellschaft erst ermöglichen und zusammenhalten, bekommen am wenigsten Geld für ihre Leistung. Obwohl diese Menschen (die Arbeiterschicht) eine große Verantwortung haben, werden sie schlecht bezahlt. Im Diagramm ist zum Beispiel das Gehalt eines Einzelhandelskaufmanns im Vergleich zu den Vorstandschefs und Sportlern gar nicht mehr zu erkennen. Auch ein Arzt bekommt nur einen Hungerlohn im Vergleich zu den Sportlern.

Es ist richtig, wenn wir von einer Neiddebatte sprechen, doch ist es wirklich Neid? Ich denke, es geht um die Gerechtigkeit. Warum sollen Sportler und Vorstände, die nicht wirklich viel leisten das Geld vor die Füße geschmissen bekommen, während ein Arzt oder ein Pilot schlecht bezahlt wird aber eine hohe Verantwortung hat. Eine falsche Entscheidung eines Arztes oder Piloten kann Menschenleben kosten, bei Sportlern, Politikern, Vorständen ist dies nicht der Fall. Normalerweise müsste man auch Sport und die Unterhaltungsindustrie boykottieren um dem Abschaum das Geld zu entziehen, aber wer tut das schon?

Im Mittelalter war es der Adel und die Königsfamilie. Heute sind es die Vorstände, Sportler und Politiker. Es hat sich nichts geändert. Die Behauptung, dass jeder mit viel Anstrengung nach oben in eine solche Position kommen kann ist falsch, denn um in diese Oberschicht aufgenommen zu werden muss man auserwählt werden.

Links:

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:insgesamt-17-mio-euro-fuer-vw-chef-winterkorn-sackt-rekordbonus-ein/70007163.html

Informative Seite über unser Finanzsystem:
http://www.steuerboykott.org/

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2 Kommentare zu “Unverschämtheit: Manager bekommen zu viel Geld!

  1. Sportler und Vorstände würde ich nicht eins zu eins vergleichen.
    Der Sportler hat von seinen Bezügen noch einiges ab zu decken und er kann diese Bezüge nur
    über einen kurzen Zeitraum bekommen, weil die Leistungsfähigkeit schnell ab nimmt.
    Das bereinigte Netto nach Abzug seiner Abgaben für Manager etc. wird sicherlich unter dem von Winterkorn oder der Familie Quandt BMW (650 Millionen brutto), liegen

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