Kommentar: Blockupy Frankfurt

Wir leben in einer ungerechten Welt. In unserem Wirtschaftssystem gibt es mehr Verlierer als Gewinner. Für die meisten von uns ist es ein täglicher Kampf ums Überleben, für die Lebenshaltungskosten wird kostbare Lebenszeit gegen Geld eingetauscht, zu einer sehr schlechten Bezahlung. Für die wichtigen Dinge im Leben bleibt kaum Zeit und Geld übrig. Die Vorstände, Politiker, Sportler, Musiker und Schauspieler werden durch nichtstun sehr reich. Die meisten von uns können sich nicht selbst verwirklichen und drehen sich das ganze Leben im Hamsterrad.

Banken sind Götter des Geldes und erschaffen Geld „aus dem Nichts“ (sog. Buchgeld). Durch den Zins wird sichergestellt dass nicht alle Teilnehmer Geld zurückzahlen können, es kommt zur Schuldenkrise. Der Zinseszins sorgt dafür dass die Reichen reicher werden und nur von ihren Zinsen leben können. Die Zinsen zahlt dann der einfache Bürger ohne es zu wissen. Das Finanzsystem ist ein großer Betrug an der Menschheit.

Immer mehr Menschen wachen auf und es ist gut dass sich die Leute Gedanken über unser System machen. Die Aktion „Blockupy Frankfurt“ kommt gerade rechtzeitig, es ist überfällig.
Unser Finanzsystem muss dringend überarbeitet werden. Geld ist kein einfaches Tauschmittel mehr, sondern ein System das bestimmt wieviele Rechte ein Mensch in seinem Leben hat. Die meisten Menschen sind sich dieser Tatsache leider nicht bewusst.

Jetzt wo das Finanzsystem vor dem Zusammenbruch steht muss eine Lösung erarbeitet werden um das System zu verändern, damit jeder davon profitieren kann und eine gerechte Chance im Leben bekommt.

Wie kann man das System verändern?

Glaubt nicht, dass ihr das System verändern könnt indem ihr einfach nur auf die Straße geht, Schilder in die Luft haltet und laut irgendwelche Parolen schreit. Am besten noch Gitarre dazu spielen. So funktioniert Widerstand nicht. Darüber lacht die Elite. Ein solcher Widerstand funktioniert nicht. Nie. Am Ende kommt doch die Staatsmacht, der Protest wird aufgelöst und es bleibt alles so wie es ist. Der Protest hat dann nichts bewirkt.

Beispiele sind: Stuttgart 21, Anti-Atomkraft Proteste, Occupy, etc…

Um ein System verändern zu können muss man aggressiv vorgehen, aber gleichzeitig friedlich und gewaltfrei bleiben. Diese Vorgehensweise nennt sich „ziviler Ungehorsam“. Mit dem zivilem Ungehorsam kann man ein bestimmtes Ziel erreichen. Ghandi hat in Indien im Jahr 1930 den zivilen Ungehorsam angewendet und mit tausenden Protestlern Indien von den Briten befreit. Das Ereignis war der „Salzmarsch“. Ghandi und die Demonstranten hatten bewusst Gesetze der Obrigkeit ignoriert und damit ihr Ziel erreicht, nämlich die Befreiung. Es wäre alles unverändert geblieben hätte Ghandi nur ein Schild in die Luft gehalten oder Gitarre gespielt.

Passiver Widerstand ist die stärkste Waffe die der Bürger bzw. das Volk hat. Eine wichtige Vorraussetzung ist natürlich dass man bereit ist einen Protest konsequent durchzführen.
Ziviler Ungehorsam bedeutet auch dass Blockaden trotz Verbot errichtet werden und die Infrastruktur lahmgelegt wird. „Das ist doch verboten“  oder „Ohne Genehmigung dürfen wir nicht demonstrieren“ werden sicherlich viele denken. Das stimmt, doch der zivile Ungehorsam sieht vor, dass Gesetze und Anweisungen des Staates ignoriert werden um ein Ziel zu erreichen. Wer die Anweisungen der Obrigkeit (Staat, Behörden, Polizei) befolgt hat schon verloren bevor die Protest überhaupt angefangen hat!

Soll heißen: Obwohl die Stadt Frankfurt ein Verbot ausgesprochen hat sollte man hart bleiben und eine friedliche Blockade errichten. Sollte es dann zur Zwangsräumung durch die Staatsdiener in Uniform kommen muss dieser Platz erneut besetzt werden, natürlich gewaltfrei. Dieses Vorhaben wird nach jeder Räumung wiederholt. Wenn ein Platzverweis erteilt wird, ignoriert man diesen einfach. Man darf sich dann nicht von der Staatsmacht stoppen lassen. In der Masse hat die Staatsmacht keine Chance die Demonstranten zu stoppen. So einfach kann ziviler Ungehorsam sein. Diese Blockade muss Wochen dauern, und zwar solange dass erhebliche Vermögensschäden entstehen die die Bankenmafia zu spüren bekommt.

Es reicht aber nicht aus nur zu blockieren, man muss auch Forderungen stellen, ansonsten wird die Widerstandsgruppe in den Medien kritisiert und der Rückhalt in der Bevölkerung wird kleiner.

Beispiele von Forderungen:

  • Verbot des Zinseszins
  • Banker und Vorstände persönlich haftbar machen
  • Boni begrenzen (maximal das 10 fache des einfachen Angestellten im Unternehmen)
  • Verbot von Lobbyisten in der Politik mitzuwirken
  • Eventuell Euro Austritt?
  • Einführung eines Mindestlohn (angepasst an die Inflation)
  • Konzerne zerschlagen oder unter staatliche Aufsicht stellen
  • Einführung einer direkten Demokratie wie in der Schweiz
  •  usw…

 

Empfehlenswerte Links

Seite von Blockupy Frankfurt

Ziviler Ungehorsam und gewaltfreier Widerstand

Wichtige Informationen über unser Finanzsystem

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Blockupy-Frankfurt: Stadt will Protest verbieten

Unter dem Namen „Blockupy-Frankfurt“ ist ein neuer Versuch geplant, gegen das Finanzsystem zu protestieren. Nachdem die Proteste von „Occupy-Frankfurt“ nicht viel bewirkt haben möchte man nun einen neuen Versuch gegen das System wagen, doch die Stadt will den Protest verbieten und somit im Keim ersticken. Begründung: der Protest sei eine Zumutung für die Bürger und die Stadt und damit inakzeptabel, außerdem sei die Sicherheit gefährdet. Die Aktion Blockupy-Frankfurt war ursprünglich vom 16.05.2012 bis zum 19.05.2012 geplant. Die Aktivisten wollen nun eine Klage einreichen damit der Protest doch noch stattfinden kann.

Kommentar:  Wie war das nochmal? Laut der Kanzlerin leben wir in einer modernen Demokratie die für jeden etwas bietet. Das dem nicht so ist sollte uns seit der Euro-Einführung bewusst sein. Eine echte Demokratie gibt es hier nicht und so wundert es nicht, dass man neue Proteste bzw. Demonstrationen verhindern will. Es wachen nämlich immer mehr Menschen auf und erkennen dass unser heutiges System nicht gerecht ist. Es basiert auf Ausbeutung der Unter – und Mittelschicht, davon profitiert die Oberschicht, besonders die Vorstände kassieren massiv ab ohne jemals viel geleistet zu haben. Man kann nur hoffen, dass der Protest trotzdem stattfindet, es wird Zeit, dass sich auch in Deutschland endlich etwas tut, es ist auch nicht schlecht wenn die Stadt durch den Protest lahmgelegt wird, vielleicht kann man erst dann etwas bewirken.

Eigentlich ist die Zeit für den zivilen Ungehorsam gekommen. Der zivile Ungehorsam besagt, dass Gesetze ignoriert werden um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Der Protest selbst ist gewaltfrei und friedlich, aber radikal in seiner Auswirkung. Demnach müsste die Blockupy-Aktion trotzdem stattfinden obwohl die Stadt es verbietet. Bei Räumungen durch die Polizei wird der Platz bzw. die Straßen wieder besetzt, notfalls werden auch Absperrungen durchbrochen. Wenn wir uns an die Obrigkeit halten und jedes Gesetz und Verbot brav befolgen wird nie etwas passieren. Die Politik und die Banken ignorieren auch die Gesetze oder biegen sie sich so zurecht wie sie sie brauchen. Gleiches Recht sollten auch die Protestler haben. Wer obrigkeitshörig ist, wird nichts erreichen. Niemals.

Laut Theodor Ebert gliedert sich der Widerstand in drei Stufen:

  • Stufe 1: Protest in Form von Mahnwachen und Demonstrationen.
  • Stufe 2: legale Nichtzusammenarbeit durch Gründung von Gruppen die ein bestimmtes Ziel mit rechtlichen Mitteln verhindern wollen
  • Stufe 3: Ziviler Ungehorsam: es werden Steuerzahlungen verweigert, Blockaden errichtet, Gelände besetzt und eine eigene Rechtssprechung errichtet, Gesetze werden ignoriert

Weblinks:

Webseite von Blockupy-Frankfurt

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/massenkundgebung-gegen-finanzwelt-frankfurt-verbietet-blockupy-demonstration-1.1349269

Neuigkeiten aus New York: Polizeigewalt gegen Demonstranten

Die Bewegung „Occupy Wall Street“ existiert immer noch, obwohl die „Qualitätsmedien“ sie weiter ignorieren. Am 1. Mai gab es erneut eine Demonstration die sich gegen das ungerechte Finanzsystem gerichtet hat. Die Polizei hatte natürlich erneut die Anweisung bekommen gegen die Demonstranten mit äußerster Härte vorzugehen und die Wall Street zu schützen. Auch diesesmal waren die Polizisten wieder brutal, sodass man schon vom Faschismus sprechen kann.

Was haben die Demonstranten falsch gemacht? Sie verließen für eine kurze Zeit den Bürgersteig – für die Faschisten Grund genug um zuzuschlagen. Es gibt auch wieder Gerüchte wonach Agent-Provocateure sich unter die Demonstranten gemischt haben um sie zu provozieren.

Nicht nur in New York gab es Proteste, auch in San Francisco: dort wurde die Golden Gate Fähre bestreikt und der Berufsverkehr wurde dadurch behindert. In Los Angeles sollen Aktivisten den internationalen Flughafen LAX für kurze Zeit besetzt haben.

Kommentar: bereits jetzt sind die USA ein faschistischer Staat, eine freie Demokratie existiert dort nicht. Die USA sind nicht weit von chinesischen Verhältnissen entfernt.

Occupy Wall Street Demonstration, 01. Mai 2012

Occupy San Francisco, 01. Mai 2012

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/01/occupy-wall-street-blutige-proteste-in-new-york/