Brauchen wir einen 3. Weihnachtsfeiertag?


Wir wie alle wissen vergeht Weihnachten so schnell wie es kommt. Die Vorweihnachtszeit selbst wird von den meisten Menschen als lang empfunden, doch das Hauptfest ist viel zu kurz. Sobald Heiligabend angefangen hat beginnt auch schon der 1. Weihnachtsfeiertag, der auch in einem „gefühlten Augenblick“ zuende ist. Der 2. Weihnachtfeierstag ist dann nicht mehr fern und für viele Menschen mit einer Einschränkung verbunden. Also keine Besinnlichkeit.

Warum brauchen wir einen 3. Weihnachtsfeiertag?

  • das Weihnachtsfest ist viel zu kurz, wenn man bedenkt, dass die Vorweihnachtszeit Wochen dauert
  • für die meisten Menschen ist Weihnachten (Heiligabend, 1. Weihnachtstag, 2. Weihnachtstag) viel zu kurz
  • viele Menschen können den 2. Weihnachtstag nur eingeschränkt genießen, weil am nächsten Tag oftmals schon wieder die Arbeit beginnt. Das kann eventuell dazu führen, dass man früher von der Familie abreisen muss und der Abend des 2. Weihnachtstages nicht genossen werden kann. Für die Menschen die am 27.12. arbeiten müssen hat Weihnachten also keine 2 ganzen Feiertage
  • die Besinnlichkeit kommt zu kurz, ein 3. Weihnachtsfeiertag würde für mehr Harmonie sorgen, da man auch mehr Zeit zum „Abschalten“ hat. Unsere Welt ist nämlich viel zu hektisch denn alles muss schnell gehen.

Gab es einmal einen 3. Weihnachtsfeiertag?

Kaum zu glauben, aber in der Vergangenheit war ein 3. Weihnachtsfeiertag für Weihnachten vorgesehen! Vor der Zeit Luthers gab es sogar  in den einzelnen deutschen Herrschaften einen bis fünf Weihnachtsfeiertage. Drei Feiertage waren seit ungefähr 400 n. Chr. von der christlichen Staatskriche festgelegt. Dass diese Verordnung länger anhielt lässt sich auch daran erkennen, dass Johann Sebastian Bach auch für einen dritten Weihnachtstag eine Kantate komponierte.  Die Kantate „Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget“ (BWV 64) war für den dritten Weihnachtstag vorgesehen und wurde am 27. Dezember 1723 erstmalig aufgeführt.

Zwischen 1750 und 1800 wurde unter Einfluss der absolutistischen Landesfürsten der dritte Weihnachtsfeiertag gestrichen, weil die Bevölkerung mehr arbeiten sollte. Weil Deutschland damals noch aus vielen kleinen Staaten bestand, galt diese Regel nicht im ganzen Land. Es gab also Unterschiede bei Städten, die oftmals nur einige Kilometer von einander entfernt waren. Ab etwa 1800 war der dritte Feiertag vollständig verschwunden. Im 19. Jahrhundert trennten sich der Staat und die Kirche. Es gab dann auch rein staatliche Feiertage, wie der „Tag der Arbeit“.

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