Polizeigewalt: Polizist tötet Mann in Berlin

Wieder gab es einen Vorfall mit Polizeigewalt in Deutschland und wieder musste ein Mensch sterben, weil ein Beamter sich nicht richtig verhalten hatte. Diesmal in Berlin am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus. Der Beamte soll verschiedenen Angaben zufolge von einem 31-Jährigen, nacktem Mann mit einem Messer angegriffen worden sein. Statt den Mann handlungsunfähig zu machen, griff der Polizist zu seiner Waffe und töte den Mann, der angeblich verwirrt gewesen sein soll.

Der Polizei ist auch hier, wie in so vielen anderen Fällen ein Vorwurf zu machen: der Beamte hat voreilig gehandelt und den Mann getötet obwohl es andere Wege gegeben hätte, die Situation zu entschärfen. Normalerweise werden Beamten dafür geschult, wie man eine solche Situation unblutig beendet, doch der Beamte, der den Mann getötet hat, ist offenbar für den Dienst als Beamter ungeeignet.

Selbst wenn die Notwehr gerechtfertigt gewesen wäre, der Mann soll sich verschiedenen Medien zufolge selbst mit dem Messer verletzt haben. Wenn das also stimmt, so hätte der Polizist schon aus der Entfernung erkennen müssen, dass der Mann gefährliche Gegenstände, in diesem Fall ein Messer bei sich führt. In diesem Fall bleibt man auf Distanz, bis man das weitere Vorgehen abgeklärt hat. Eventuell hätten die Beamten den Mann mit einem Taser (Elektroschockpistole) oder aber auch mit Pfefferspray handlungsunfähig machen können ohne ihn zu töten. Der Mann hätte dann überlebt und niemand wäre gestorben. Doch das ist so leider nicht gekommen.

Wie es aussieht, hat der Beamte den Mann einfach erschossen, obwohl es einen anderen Weg gegeben hätte. Ich hoffe, dass der Beamte die Konsequenzen dafür tragen muss.

Links

http://www.fr-online.de/panorama/schuesse-am-rathaus-nackter-mann-erschossen,1472782,23539008.html