Der Lebenslauf eines Menschen

Du wirst geboren. Die Behörden verpassen dir eine lebenslange Identifikationsnummer. Ab sofort bist du im System. Wenn du Glück hast, wirst du mit viel Liebe und Geborgenheit verwöhnt. Die kommenden zehn Jahre dürften die besten Jahre deines Lebens werden. Als Kleinkind bist du frei. Du darfst spielen und dich entwickeln. Zwar ist dein Verstand noch nicht weit ausgeprägt, aber immerhin bist du frei.

Du wirst sechs Jahre alt. Die Schule beginnt. Du hast nicht viel Lust dazu, aber immerhin machst du es mit. Du verstehst im ersten Jahr noch nicht warum. Du musst Hausaufgaben machen und hast keine Lust dazu, lieber willst du mit deinen Freunden spielen und die Freiheit genießen. Ein Jahr später: deine Eltern erzählen dir, dass du dich anstrengen musst, damit es dir einmal später besser geht als deine Eltern. Du verstehst es noch nicht, weil du für keinen Haushalt verantwortlich bist. Noch bis du Kind und aufgrunddessen wirst du die Warnung deiner Eltern nicht verstehen, doch das kommt noch.

Die Grundschule nähert sich dem Ende. Ab hier trennen sich die Wege deiner Mitmenschen, ab jetzt wird entschieden, wohin die Sklavenanwärter hingehen. Viele gehen zur Hauptschule, diese erwartet kein gutes Leben. Auch die Realschüler werden es nicht einfach haben, aber auch das ist den Kindern noch nicht bewusst. Glücklich dürfen sich die Kinder schätzen, die in einer wohlhabenden Familie aufwachsen. Diese kommen auf das Gymnasium. Wenn einer der Eltern einen Doktortitel hat, ist dir die Empfehlung für das Gymnasium sicher, unabhängig davon wie gut du in der Schule bist.

Die Zeit der weiterführenden Schule hat angefangen. Du beginnst jetzt offener über das Leben nachzudenken und dein Verstand hat sich erweitert. Du kannst jetzt die Dinge der Welt erstmalig begreifen und kommst in die Pubertät. Du beginnst, dir Gedanken über deine Zukunft zu machen und bist eventuell sogar das erste Mal verliebt. Deine Eltern wiederholen die Warnung „Du musst dich anstrengen, du musst dich anstrengen“. Auch jetzt ist dir diese Warnung egal, du bist in der Pubertät und alle, die auf dich einreden, sind sch***.

Plötzlich nähert sich auch diese Schule dem Ende. Ab jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Bewerbungen werden verschickt, denn du willst Geld verdienen, mit dem du dich ernähren kannst. Du bewirbst dich und wenn du Glück hast, bekommst du eine Lehrstelle. Du weißt nicht, dass das eine Knechtschaft ist. Du musst arbeiten und bekommst nicht viel dafür, aber trotzdem bist du gut gelaunt – denn du verdienst dein erstes Geld und es sind auch nur drei Jahre, bist du den Status des Knechtes gegen eine Voll-Sklaverei eintauscht. Doch das ist dir nicht bewusst, denn du bist zu stolz auf dein erstes Geld.

Die Ausbildung ist nun vorbei. Du hast dein Zeugnis und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Du wirst volljährig. Nun kommen die Finanzparasiten und wollen dir Versicherungen und sonstige Finanzprodukte verkaufen, wovon du angeblich profitierst. Viele von deinen Mitmenschen fallen auf diese Parasiten herein und wenn du das System nicht durchschaust wirst auch du Opfer dieser Parasiten.

Nun beginnt die Hoch-Phase deines Lebens. Wenn du Glück hast und wieder Bewerbungen versendest, wirst du irgendwo einen Arbeitsplatz bekommen. Das Gehalt ist dir egal, denn du brauchst Geld um davon Essen zu kaufen. Und du willst auch nicht frieren und du willst nicht nass werden. Du musst also arbeiten damit du dich am Leben erhalten kannst. Wenn du Glück hast und etwas mehr Geld bekommst kannst du einmal im Jahr verreisen. Das sind nur 29 Tage im Jahr. Dann gehst du wieder deiner Beschäftigung nach, die du am meisten liebst: arbeiten. Diese Phase wird andauern wenn du deinen Arbeitsplatz behälst und dein Besitzer dich nicht entlässt. Du verstehst nun warum dich damals deine Eltern warnten. Doch das hilft dir nun nicht mehr weiter. Auch deine ehemaligen Freunde teilen das gleiche Schicksal.

In der Zwischenzeit gehst du zur Bank und legst dir, weil den Gehalt nicht ausreicht, um ein Auto bar zu kaufen, Handschellen bei der Bank an. Du hast keine Wahl, denn du musst zu deinem Besitzer pünktlich kommen, und du willst nicht verhungern. Diese zusätzliche Last wird dein Einkommen noch weiter verringern, doch dir bleibt keine andere Wahl. Die Kröten die dir übrig bleiben gibst du für Konsum aus. Dein Unterbewusstsein spürt etwas, doch dir selbst ist das nicht bewusst. Mit dem Konsum hälst du dich bei Laune.

Du wirst älter und machst dir sorgen über deine Zukunft. Du hast Angst dass deine Rente nicht ausreichen wird. Schon jetzt kannst du dir von deinem Geld nur Essen kaufen und es wird schwieriger die Wohnung zu erhalten.

Wenn du nur wüsstest, dass es Menschen gibt, die noch nie im Leben gearbeitet haben und trotzdem an einem Tag soviel Geld bekommen, wofür du dein ganzes Leben ohne Unterbrechung arbeiten müsstest. Gottseidank ist dir das nicht bewusst.

Du bist nun im hohen Alter. Deine Arbeitszeit ist zuende. Du bekommst nun deine Rente, die deutlich niedriger als dein Lohn ist. Es reicht nur noch für die Nahrung aus und du musst deine geliebte Wohnung gegen eine kleinere Wohnung im Plattenbau tauschen wenn du überleben willst. Du machst es – denn dir bleibt keine andere Wahl.

Einige Jahre später. Du wirst schwächer. Du stirbst. Wenn du vorgesorgt hast, ersparst du deinen Mitmenschen die finanzielle Last deiner Beerdigung. Auch der Tod ist nicht kostenlos. Dir ist nie bewusst geworden, dass du nur für Nahrung und Unterkunft gearbeitet hast und die Reichen reicher gemacht hast. Du warst die ganze Zeit deines Lebens ein Sklave.

Es geht weiter und die Erde dreht sich immer noch. Es kommen wieder Kinder zur Welt. Der Kreislauf beginnt von neuem.

Beendet die Sklaverei!

http://www.killerzins.de/geld.htm
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17876
http://www.steuerboykott.org

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Wir arbeiten um zu überleben

„Du musst dich gut in der Schule anstrengen, damit du später viel verdienst“. Diesen Satz hören viele Kinder von ihren Eltern. Doch den wenigsten Menschen ist tatsächlich bewusst, dass Arbeit nichts anderes als Prostituion ist! Ja, wir müssen schließlich arbeiten, denn wie will man sonst Essen und den Lebensunterhalt bestreiten? Gut man kann auch nicht arbeiten, aber dann kann man sich darauf gefasst machen, im Stadtpark irgendwo eine ruhige Ecke zum Schlafen zu finden. Somit werden wir indirekt zur Arbeit gezwungen, es ist also nichts anderes als Prostitution.

Jeder der arbeitet ist eine Hure, eine Nutte des Finanzsystems, weil er oder sie arbeiten muss um nicht auf der Straße zu landen. Eine Selbstverwirklichung bleibt nur den Managern und anderen Millionären vorbehalten. Die Bürger der Unter – und Mittelschicht können sich nicht in diesem System verwirklichen, es sei denn man lebt wie die Yogis in Indien und meditiert den ganzen Tag.

Als Beispiel sei ein ausgelernter Maler genannt, der ab 20 Jahren ausgelernt ist und von nun als Geselle tätig ist. Er arbeitet bis zum Alter von 68 Jahren und war in seinem Leben nur 5 Jahre arbeitslos. Insgesamt hat der Geselle also 800.000 Euro in 43 Jahren harter Arbeit erarbeitet (Netto, 1400 Euro monatlich). Von diesen 800.000 Euro gehen etwa 2/3 für den Lebensunterhalt drauf, nur das letzte Drittel kann für private Zwecke zur Selbstverwirklichung genutzt werden. Ingesamt bleiben dann nur noch etwa 300.000 Euro zur Selbstverwirklichung übrig. Das Problem ist, dass man diese Summe nie in dieser Form sieht, denn das Geld kommt in einem Zeitraum von 43 Jahren zusammen.

Wenn man sich nun etwas größeres „gönnen“ möchte, so bleibt nur noch der „Kredit“ übrig und man begibt sich in den Fängen der Banken. Banken sind legalisierte Mafia-Strukturen, ja sie sind die eigentliche Regierung. Hat man einen Kredit aufgenommen muss man Sicherheiten vorweisen. Wenn man die hat ist auch alles gut. Was aber, wenn es Probleme mit dem Arbeitgeber gibt? Dann sitzt man ganz schnell auf der Straße ohne alles oder man bleibt im Hatz IV Sumpf stecken.

Zum Vergleich: das oberste Pack verdient Millionen in einem einzigen Jahr wovon die Unter – und Mittelschicht nur träumen kann. Ein ausgelernter Geselle oder Meister kommt niemals an dieses Gehalt heran. Wir arbeiten also nur um zu überleben, wir leben aber nicht, da wir uns nur schwer selbst verwirklichen können, es sei denn man ist spirituell ausgerichtet.
Fazit: Eine Selbstverwirklichung ist für Normalsterbliche im kapitalistischen System nicht möglich, dies bleibt nur den Reichen vorbehalten. Wir arbeiten nur um zu überleben – nicht aber zum Leben.